
es ist schon eine freude, wenn die kleinen zum sprechen anfangen! endlich können sie sagen, was sie wollen bzw. zumindest so weit, dass man es halbwegs versteht. und das „hellsehen“ nimmt langsam ein ende. ist ja nicht immer leicht, genau das zu erraten, was leon grade will. aber wie alles im leben hat jede medaille eine kehrseite. und unsere kehrseite heißt im moment „nein“, sprich „neeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin!!!!!!!!!!!“.
„nein“ ist natürlich ein genauso schönes wort wie „ja“, „mama“ oder „papa“. und wir sind auch sehr stolz, dass leon schon ein paar wörter nahezu verständlich ausspricht ☺; einzig mit dem zeitpunkt, oft auch mit der vehemenz und auch mit der auswahl seiner „neins“ happert’s noch ein bissl. ☺ damit kein missverständnis entsteht: alex und ich wollen unsere kinder selbstverständlich zu unabhängigen, selbständigen und selbständig denkenden menschen erziehen. deshalb ist es aus unserer sicht sehr wichtig, dass kinder „nein“ sagen lernen; ebenso wie „ja“. dazu gehört aber auch, dass man im richtigen augenblick zu den richtigen dingen „ja“ und „nein“ sagt (wer kennt nicht die geschichte vom suppen-kaspar aus dem struwwelpeter? hier
http://www.fln.vcu.edu/struwwel/kaspar.html zum nachlesen). und genau hier liegt zur zeit der hund begraben: leon hat „nein“ zu seinem lieblingswort erklärt, soll heißen, er sagt praktisch zu allem wahllos erst mal „nein“.
eines seiner hartnäckigen „neins“ betrifft seit kurzem leider auch das schlafen gehen. „komm leon, jetzt ist es zeit fürs bettchen…“ – erbarmungslos schmettert er uns ein schelmisches „nein“ entgegen. und hat zwei schon recht flinke gehilfen: seine beinchen, die sich nahezu gleichzeitig mit dem „nein“ in bewegung setzen. und da sind wir genau dort, als ich weiter oben gemeint habe, mit dem zeitpunkt und der auswahl des „nein“-sagens happert’s noch: die schlafenszeit ist kein guter zeitpunkt - weder fürs „nein“-sagen, noch fürs fangenspielen. übers zu bett gehen wird nicht verhandelt. denn wenn leon nicht seine 12 stunden goldenen schlaf hat, dann ist er am nächsten tag nicht so gut drauf, sein rhythmus kommt durcheinander und wir sind dann auch unrunder. um das zu vermeiden behalten wir unser zu-bett-geh-ritual mit baden, pampers wechseln, füttern und niederlegen bei. ich bin zuversichtlich, dass leon zumindest dieses „nein“ bald aufgeben wird …
bis zum nächsten mal
eure
zabine